Swoon ist eine der wenigen Frauen in der Streetart-Szene, die es zu internationaler Bekanntheit schaffte. Auch wenn Sie bereits im Museum of Modern Art in New York oder dem Brooklyn Museum of Art ausstellte, ist die Streetart ihre große Leidenschaft.
 
STREET PASTINGS
Im Gegensatz zu anderen Streetart-Künstlern bringt Swoon ihre lebensgroßen, menschlichen Formen nicht direkt mittels Sprühfarbe auf Mauern und Häuserfassaden, sondern sie erstellt sogenannte Pastings. Die Grundlage hierfür bilden gebrauchte Tageszeitungen, aus denen Swoon die entsprechenden Formen zusammenklebt und bemalt. Die fertigen Pastings bringt sie dann mit der sogenannten „Wheatpaste“, einer Mischung aus Weizenmehl und Wasser, der die Pastings ihren Namen zu verdanken haben, an leer stehenden Häusern und verlassenen Gebäude an. Dass die Pastings im Gegensatz zu Sprühfarbe nicht auf Dauer haltbar sind, beabsichtigt die Streetart-Künstlerin. Swoon beschäftigt sich in ihrer Kunst viel mit dem Loslassen und mit dem Verschwinden von Dingen, weshalb es zu ihrer Handschrift gehört, dass die Pastings nach einiger Zeit abplatzen oder verfaulen.
 
 
STREETART SEIT 1999
Caledonia Dance Curry arbeitete nicht von Beginn ihrer Karriere an im urbanen Raum, sondern hat sich zunächst einen Namen unter Galerien und Museen gemacht. Denn Schritt in die Streetart wagte sie im Jahr 1999 mit der Begründung, dass ihre Kunst nun von jedem gesehen werden kann. Egal ob man sich für Kunst interessiert oder nicht: im urbanen Raum werden die Menschen unwillkürlich mit ihren Pastings konfrontiert. Zudem mag sie es die Fassaden von leer stehenden und heruntergekommenen Gebäuden mit ihren Pastings noch einmal Leben einzuhauchen.
 
 
SWIMMING CITIES OF SERENISSIMA
Neben der Malerei und der Streetart, sorgt Swoon mit ihren Floß-Projekten immer wieder für Aufsehen. Während der Biennale 2009 fuhr sie gemeinsam mit rund 30 anderen Künstlern auf aus Müll und Schrott zu funktionalen Kunstwerken zusammengebauten Flößen von Slowenien nach Venedig. Die drei Wochen andauernde Reise war nicht nur ein künstlerisches Projekt, sondern sollte vor Allem auf die wachsende Wegwerfgesellschaft aufmerksam machen. Deshalb war die Reise für die Flöße nach der Biennale auch noch nicht zu Ende. Diese dienen bis heute als fixe Versorgungsfloßstadt auf Haiti.
 
 
ÜBER DIE KÜNSTLERIN
Caledonia Dance Curry wurde 1977 in New London geboren. Sie studierte Malerei und bildende Kunst am Pratt Institut in Brooklyn. Ihr Künstlername Swoon basiert auf einem Traum, den ihr damaliger Freund eines Nachts hatte. In diesem gingen beide auf eine nächtliche Spray-Tour in der Caledonia das Wort Swoon an eine Mauer anbrachte. Caledonia gefiel der Name und die Geschichte dazu und von da an begann sie ihre Pastings mit diesem Tag zu versehen. Heute lebt sie in New York und reist durch die USA und Europa um Ausstellungen und Workshops zu machen.
 
Einen Auszug aus Swoons Streetart-Repertoire haben wir hier für Euch. Wer noch mehr Pastings, Installationen und Co. sehen möchte, sollte bei Swoon Studio vorbeischauen!