Denim ist die Bezeichnung für strapazierfähiges und besonders haltbares Baumwollgewebe in einer „Köperbindung“, das zu Jeansbekleidung verarbeitet wird. Traditionell wird für Denim ein Kettköper (Twill) verwendet, bei dem die Kettfäden in der Farbe Indigo eingefärbt werden und die Schlussfäden ungefärbt bleiben – dadurch entsteht das klassiche „Jeans-Blau“. Weil das Garn bei der Denim-Färbung nur auf der Oberfläche gefärbt wird und nicht durchgehend, kann man Jeans gut auswaschen und durch Reibung aufhellen, um die typischen Denim-Waschungen zu erhalten. Die Gewichtsangaben von Denim erfolgt in „oz“.

 

Der Vorteil von Denim gegenüber anderen Stoffen ist sein stark erhöhter UV-Schutz, da er besonders dich und fest gewoben ist.

 

   

 

Denim in Kettköper-Bindung

 

Geschichte
Die Bezeichungen Jeans und Denim haben ihren Ursprung in den Städte-Namen Genua (Italien) und Nimes (Frankreich). In diesen Städten begann der Handel mit Denim. Das Wort Denim entstand durch die amerikanische Ausdrucksweise für den französischen Begriff „Serge de Nimes“ (dt. „Textil aus Nimes“) – de Nim ? Denim.
Ursprünglich wurde Denim im Workwear-Bereich verwendet, bis Levi Strauss gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus Denim die erste klassische Jeans produzierte. Abgesehen von dem Klassiker „Blue Denim“ gibt es heute eine Vielzahl von Waschungen (Black Denim, Grey Denim, Color Denim, Stretch Denim) und weiteren Denim-Arten, von denen wir Euch einige vorstellen möchten.

 

Selvedge Denim
Die Selvedge Denims zeichnen sich durch das feste gesponnen heavy weight Gewebe sowie dem roten Faden in der Webkante, der gesehen werden kann wenn man die Jeans umkrempelt, aus. Es handelt sich bei diesem Denim um einen erstklassigen Qualitäts-Denim, der auf traditionelle Art, auf einem Webstuhl, hergestellt wird. Dieser spinnt das Gewebe mit einem ununterbrochenen Faden. Das bedeutet, dass ein alter Webstuhl benutzt wurde. Ende der 1950er Jahre wurden sie durch Projektilwebmaschinen ersetzt, denn diese produzierten schneller und weiter (60-Zoll, breiter). Beim Rücklauf wird durch den Schluss der sogenannte „Selbstrand“ hergestellt, der nicht ausfransen kann.

  

 

Selvedge Denim

 

Japanese Denim
Diese Qualitäts-Denim stammt aus Japan und wird auf traditionelle Art hergestellt. Für die Herstellung wird eine spezielle Baumwollmischung und spezielle Webstühle verwendet, die dem Gewebe eine extreme Haltbarkeit verleiht. Das Denim wird mehr als 30 mal gefärbt. 1950 haben amerikanische Soldaten den Denim nach Japan gebracht, wo der Preis für Denim zu dieser Zeit sehr hoch war. In den darauffolgenden Jahren wurde der Denim in Japan eigenständig weiterentwickelt.

 

Japanese Denim

 

Black Denim & Black/Black Denim
Bei der Herstellung von Black Denim wird der klassisch-blaue Denim mit schwarzer Farbe überfärbt oder es wird bereits beim Weben anstatt dem blauen Faden ein schwarzer Kettfaden verwendet. Die erste Black Denim Jeans wurde in den 1950ern von Wrangler produziert.

 

Bei der Produktion von Black/Black Denim werden sowohl für die Kettfäden als auch für die Schussfäden schwarze Fäden verwendet. Nach dem Weben kann der Denim dann noch ein zusätzliches mal schwarz gefärbt werden, wodurch auch die Nähte schwarz werden. Das macht den Black/Black Denim zu dem dunkelsten seiner Art.

 

Grey Denim / Color Denim / Stretch Denim
Für die Herstellung von Grey Denim wird ein Kettfaden aus grauem Garn verwendet, oder ein Black Denim wird stark ausgewaschen.

 

Beim Color Denim wird die gewünschte Farbe als Kettfaden, oder sowohl der Kettfaden als auch der Schussfaden in der gewünschten Farbe verwendet (Yarn Dyed). In seltenen Fällen kann aber auch ein weißer Denim nach der Herstellung in die gewünschte Farbe eingefärbt werden (Garment Dyed).

 

Für die Herstellung von Stretch Denim wird ein kleiner Anteil von elastischen Fasern in den Faden mit eingearbeitet. Die Elastizität ist hier besonders wichtig, z. B. für die Bequemlichkeit beim Skaten, BMX fahren oder sonstigen sportlichen Aktivitäten.


   

Grey- / Color- / Stretch Denim