Keith Biele, bekannt auch unter dem Namen Teacher, ist ein echter Künstler: Vielseitig, sozialkritisch und kreativ. Der Maler, Zeichner und Street Artist verbreitet schon seit über einem Jahrzehnt seine Werke in Los Angeles und Umgebung und hat sich mittlerweile auch außerhalb der Szene einen Namen gemacht.
 
KUNST IM PENTAGON
Bieles Weg zu einem angesehenen Künstler der Westküste nahm 2004 seinen Lauf. Das Projekt „Peaceful Places“ sollte eine Reihe von zwölf Fotografien darstellen, die jeweils eines seiner Gemälde an Anschlagsorten von 9/11 zeigten. Als Keith Biele gerade außerhalb des Pentagons eines dieser Werke anfertigte, kam die Polizei auf ihn zu. Das Pentagon von außen zu fotografieren ist nämlich strikt verboten. Nichtsdestotrotz öffnet die Kunst bekanntlich ungeahnte Möglichkeiten: So wurde Biele eingeladen seine Fotos im Inneren des US-Verteidigungsministeriums zu machen. Doch der Künstler änderte seinen Plan. Anstatt die zwölf Gemälde zu fotografieren, malte er nun die „Peaceful Places“. Eine völlig neue Situation für den Künstler und die Angestellten des Pentagons: Noch nie zuvor hatte jemand an diesem Ort gemalt. Nach anfänglicher Verärgerung wurde Biele aber akzeptiert, mehr noch, die Menschen begannen seine Kunst zu schätzen. Daraufhin malte der Street Artist immer wieder in öffentlichen Gebäuden – auf Polizeistationen, in Krankenhäusern, in Militärkasernen.
 
 
 
„I’M ADDICTED TO STREET ART BECAUSE IT’S A VOICE“
Ob klassisches Gemälde oder wagemutige Street Art: Die Motivation, die sich durch Keith Bieles Werke zieht, ist die Verknüpfung von Kunst und Service. Sein Service besteht darin, so vielen Menschen wie möglich einen Zugang zur Kunst zu verschaffen und ihr Bewusstsein für einen friedlichen Umgang zu stärken – daher auch sein Künstlername Teacher. Ursprünglich Studio Artist, kam Biele letztendlich durch seine sozial geprägt Mission zur Straßenkunst. So konnte er Menschen wach rütteln mit einem simplen, aber effektiven, politischen Werkzeug. Dabei scheut er kein Risiko. Kaum ein Plakat ist dem Künstler zu hoch, kaum eine Aktion zu gefährlich. Nach einigen Konflikten mit der Polizei liegt Biele noch etwas am Herzen: „I don’t vandalize.“ Inzwischen malt der Kalifornier nur an vernachlässigten Orten oder an solchen, wo seine Werke nicht stören. Zudem erfand er Möglichkeiten seine Kunst so zu installieren, dass sie einfach zu entfernen ist ohne permanenten Schaden zu hinterlassen. Faire Street Art – durch und durch.
 
Mittlerweile genießt Biele große Anerkennung für seine inhaltsstarken Werke und seine Vielseitigkeit als Künstler. Ihr wollt mehr über ihn erfahren? Dann besucht Keith Bieles Website.