BESSER SCHEITERN
Die Kunsthalle Hamburg zeigt noch bis zum 11. August 2013 die Ausstellung „Besser scheitern“. Wenn das Thema des Misserfolgs in der heutigen Zeit vor allem in Politik und Berufswelt ein Tabu ist, so gewinnen die Künstler dem Scheitern einen durchaus positiven Aspekt ab, denn oft spornt es die Kreativität an und eröffnet neue Wege, die man sonst nicht beschritten hätte. Was Scheitern heißt und wie es aussehen kann, zeigen uns Künstler wie Bruce Nauman, Steve McQueen, Marina Abramovic u.v.m in ihren bewegenden, lustigen, skurrilen Videos oder Filme von den 1960er Jahren bis heute.
 
 
Guy Ben-Ner "If only it was as easy to banish hunger by rubbing the belly...", 2009 (Filmstill)
 
 
 
Francis Alÿs "Rehearsal I (in collaboration with Rafael Ortega)", 1999-2004 (Filmstill)

 

BÖSE DINGE

 

 

Unterleib-Aschenbecher

 

Was für den einen purer Kitsch ist, kann für den anderen Ausdruck höchsten, künstlerischen Könnens sein. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, so heißt es zumindest. Die Kuratoren der Ausstellung "Böse Dinge – Die Enzyklopädie des Ungeschmacks" scheinen derselben Meinung zu sein. Durch die Ausstellung möchten sie uns dazu anregen, über das Schöne und die Ästhetik des Hässlichen nachzudenken. Zusätzlich haben die Besucher die Möglichkeit, ihre eigenen "bösen Dinge" mitzubringen und in einer Tauschbörse gegen andere Mitbringsel einzutauschen. Ihr könnt die Ausstellung bis zum 27. Oktober 2013 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg besichtigen.

 

 

Mobiltelefon-Halter, Agora Gifthouse AB, Schweden

 

 

"Der Schrei" als Schlüsselanhänger, nach Edvard Munch

 

DER ORT DER BILDER

 

 

Zwei Arten zu sein (Doppelselbstpörtrait), 2000

 

Die Österreicherin Maria Lassnig gehört zu den bekanntesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und wird in gleichem Atemzug wie Frieda Khalo genannt. Zahlreiche Ausstellungen, Teilnahme an Großkunstereignissen wie die Dokumenta und die Biennale von Venedig und Anfang Juni diesen Jahres die Krönung ihres Lebenswerks mit dem Goldenen Löwen in Venedig. Nun ist sie in den Deichtorhallen zu Gast.
Innovativ sind ihre "Körpergefühlsbilder" mit denen sie Ende der 40er - Anfang der 50er Jahre beeindruckte und welche sie entlang der Jahrzehnte weiterentwickelte. Darin versucht die Künstlerin das Körpergefühl künstlerisch darzustellen und sichtbar zu machen. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von Werken von 1945 bis 2012. Teilweise wurden die Bilder noch gar nicht gezeigt, da sie die Künstlerin sorgfältig in ihrem Atelier aufbewahrte. Bis zum 8. September 2013 erwartet Euch eine spannende Reise durch skurille, surrealistische Darstellungen einer Ausnahmekünstlerin!

 

 

Auge in Gefahr, 1993

 

 

Sciencia, 1998